25-jähriges Jubiläum der Senioren-Union Grafschaft

Wolff-Rüdiger Kopper, Kreisvorsitzender der Grafschafter Senioren-Union konnte den Kreisvorsitzenden der CDU, Reinhold Hilbers MdL, den Landrat Friedrich Kethorn, den Landesvorsitzenden der Senioren-Union der CDU in Niedersachsen Rainer Hajek und den Bundesvorsitzenden der Senioren-Union der CDU Deutschlands Professor Doktor Otto Wulff begrüßen. Quelle: Grafschafter Nachrichten Foto: Stephan Konjer
Alberdine Klinge (dritte von links) und Berhard Voshaar (zweiter von rechts) wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft von Rainer Hajek, (links), Prof. Dr. Otto Wulff,  (daneben), und Wolff-Alberdine Klinge (dritte von links) und Berhard Voshaar (zweiter von rechts) wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft von Rainer Hajek, (links), Prof. Dr. Otto Wulff, (daneben), und Wolff-
„Die Senioren-Union der CDU ist das „Sprachrohr der älteren Bevölkerung der Grafschaft“, betonte Landrat Friedrich Kethorn. Das 25-jährige Jubiläum feierten die Mitglieder der Senioren-Union am 20. Februar 2014 mit dem Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Otto Wulff lar NORDHORN. Zum 25. Geburtstag der Grafschafter Senioren- Union der CDU konnte der Kreisvorsitzende Wolff-Rüdiger Kopper 135 aktive Mitglieder im Hotel Rammelkamp in Nordhorn emp-fangen. Die am 20. Februar 1989 gegründete Vereinigung ist mit rund 250 Mitgliedern die größte CDU-Organisation auf Kreisebene und nach der Jungen Union auch die zweitstärkste auf Bundesebene, informierte Kopper zu Beginn der Veranstaltung. Neben den Senioren war er besonders erfreut, den Kreisvorsitzenden der CDU, Reinhold Hilbers, Landrat Friedrich Kethorn, den Landesvorsitzenden Rainer Hajek und den Bundesvorsitzenden der Senioren- Union der CDU Deutschlands Professor Doktor Otto Wulff begrüßen zu dürfen. Der sich selbst als Mitsenior und bekennendes CDU Mitglied bezeichnende Landrat Kethorn teilte mit, dass von den 135 000 Menschen, die im Landkreis Grafschaft Bentheim leben, 26 000 älter als 60 Jahre sind: Mit diesen Zahlen im Hinterkopf und einem besonderen Blick auf den demografischen Wandel und einer veränderten Alterspyramide hätten die Gründer der Grafschafter Senioren- Union vor 25 Jahren frühzeitig erkannt, dass es einen Verein geben müsse, der sich um die Fragen der älteren Menschen kümmere. Das Potenzial der über 60- Jährigen dürfe nicht verschenkt werden, meinte Hilbers in seinen Grußworten: „Was damals mit 50 Menschen klein begann, ist heute mit 257 Mitglie-dern eine starke Vereinigung. Sie haben sich prächtig entwickelt und einen starken Einfluss, zum Beispiel in der Heimatgestaltung, betonte er. Weiterhin bewundert der Kreisvorsitzende und CDU Landtagsabgeordnete, dass die Senioren ein gu-tes Fundament aufgebaut hätten und aus den christlich-demokratischen Grundsätzen heraus erfolgreiche Politik machten: „Die Mitglieder der Senioren-Union sagen, was sie denken und tun, was sie sagen.“ Er appellierte an die anwesenden Senioren: „Aus dem hohen Schatz an Lebenserfahrung müsst ihr den jungen Leuten unsere Grundsätze mit auf den Weg geben.“ „Die Senioren von heute sind in einer Welt aufgewachsen, in der das Leben am Abgrund stand. Sie haben nicht gezweifelt, sondern mit angepackt“, betonte Wulff. Wenn man auf die Zukunft blicke, sollte man die Quellen kennen und sich der Verantwortung bewusst sein, was damals gewesen ist. Trotz allem erlebten Elends hätten die Senioren ein positives Denken: Kraft, Moral und Bewusstsein. In seinem Festvortrag führte er vier wichtige Aspekte auf, an denen aktiv gearbeitet und für die Lösungen gefunden werden müssten. Bekennendes Alter: „Was ist das für ein Bild, das manche abgeben, die sich nicht zum Alter bekennen?“ Die ältere Generation müsse ein Vorbild und Ansprechpartner für die Jugend sein. Respekt und Autorität könne man sich durch Erfahrung verdienen. „Wenn wir den Kindern vorleben, dass das Alter eine Leidensposition ist, wer traut sich dann noch alt zu werden?“, fragte er. Kompromisse eingehen: Für ältere Menschen stehe oft die Altersarmut am Ende eines Lebensabschnitts. Doch was passiert, wenn die jüngere Generation den Forderungen der Älteren nicht nach-komme? „Wie werden wir das lösen?“ Wulff ist sicher: Gemeinsame Politik mit den jüngeren Generationen ist der Schlüssel zur Lösung. Kinderförderung: Wulffs dritter Aspekt drehte sich um eine Förderung der Familien: „Ich gehöre zu denen, die Kinder nicht als Belastung empfinden. Kinder halten eine Familie zusammen, sind wertvoll und sollen der Sinn des Lebens sein.“ Der starke Applaus der Senioren bestätigte ihn in dieser Aus-sage. Der christliche Gedanke, der die CDU ausmache, war sein letzter Punkt. Seine Frage: Gibt es in dieser Informationsgesellschaft, wo jeder von jedem angehört werden könne, noch eine Privatsphäre? „Nach dem Christentum ist jeder frei vor Gott – er muss nur die Verantwortung für diese Freiheit tragen. Ich wünsche mir Freiheit in der Welt.“ Aus Sicht Koppers hielt der Bundesvorsitzende Otto Wulff einen „besonders leidenschaftlichen und rhetorisch unverwechselbaren“ Vortrag. Zum Ende der Veranstaltung wurden Alberdine Klinge und Bernhard Voshaar geehrt. Beide waren vor 25 Jahren bei der Gründung dabei und sind seitdem mit viel Leidenschaft in der Grafschafter Senioren-Union aktiv. „Ich danke Ihnen und hoffe, Sie werden die nächsten Jahre mit Verantwortung und Nächstenliebe gestalten“, sagte Wulff abschließend.