Im Rahmen des monatlichen Dämmerschoppens der SU Bederkesa hat diesmal die Vorsitzende des WEISSEN RINGS Cuxhaven, Frau Silvia Martin y Troyano, in eindrucksvollen Worten die Arbeit des Vereins geschildert:
Immer mehr Menschen erleiden als Opfer von Kriminalität und Gewalt seelische, körperliche und materielle Schäden. Sie werden bedroht, überfallen, misshandelt, sexuell missbraucht oder gar getötet.
Vorsitzende des WEISSEN RINGS Cuxhaven, Frau Silvia Martin y TroyanoBei jährlich mehr als 6 Millionen registrierten Straftaten liegen insbesondere Gewaltkriminalität und Rohheitsdelikte auf hohem Niveau (nahezu 800 000 Fälle im Jahr, d.h. fast 2.200 täglich).
Millionen von Bürgerinnen und Bürgern werden von Dieben, Einbrechern und Betrügern um ihr Hab und Gut gebracht. Die Opfer allzu oft verharmloster Eigentumsdelikte müssen nicht selten die bittere Erfahrung machen, dass sie von der Gesellschaft nicht ernst genommen werden.
Das öffentliche Interesse gilt meist nur dem Tatgeschehen, der Persönlichkeit des Täters, seiner Verfolgung und Verurteilung. An das betreffende Opfer und seine Situation nach der Tat wird noch immer zu wenig gedacht.
Dies zu ändern ist Ziel und Aufgabe des WEISSEN RINGS, des gemeinnützigen Vereins zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V. Für Politik, Justiz, Polizei, Wissenschaft und Medien ist er anerkannter Ansprechpartner in allen Fragen des Opferschutzes.
Die Hilfen des WEISSEN RINGS: Menschlicher Beistand und persönliche Betreuung nach einer Straftat
Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht
Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen
Unterstützung bei materiellen Notlagen im Zusammenhang mit der Straftat, u.a. durch
- Beratungsschecks für eine frei wählbare anwaltliche sowie eine psychotraumatologische Erstberatung
- Übernahme von Anwaltskosten, insbesondere
- zur Wahrung von Opferschutzrechten im Strafverfahren
- zur Durchsetzung von Ansprüchen dem Opferschutzgesetz
- Erholungsmaßnahmen für Opfer und ihre Familien in bestimmten Fällen
- Finanzielle Unterstützung zur Überbrückung tatbedingter Notlagen
Bundesweites Opfer-Telefon: 01803 / 343434